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Katholische Pfarrei St. Stefan Gräfelfing
Aus dem Pfarreileben ─ 2014
Kleidersammlung für Flüchtlinge

Der Aufruf zur Kleidersammlung für die Flüchtlinge, die zurzeit in großer und weiter wachsender Zahl in der Bayernkaserne in München betreut werden, löste ein unerwartet großes Echo aus. Die eintägige Sammlung am 12. Juli 2014 erbrachte eine in Kisten, Koffern und Säcken herbeigeschaffte Menge von 45 Kubikmetern an Kleidung, Wäsche und Schuhen. Sieben Fahrten musste ein geräumiger Kleintransporter, gefüllt bis an den Rand, durchführen, um alles an seinen Bestimmungsort zu bringen.

In der Bayernkaserne wird die Kleidung in den nächsten Wochen und Monaten an die schon anwesenden und an neu hinzukommende Flüchtlinge ausgegeben. Es kamen auch über 1.400 Euro an Geldspenden zusammen, die nun dafür verwendet werden, die Flüchtlinge mit den nötigsten Hygieneartikeln wie Duschmittel und Haarshampoo auszustatten.

Allen Spenderinnen und Spendern, aber auch allen ehrenamtlich mitwirkenden Helferinnen und Helfern gilt ein herzliches Dankeschön für ihr großes Engagement zugunsten eines Personenkreises, der auf Hilfe von außen angewiesen ist.

Arbeitskreis "Hilfe für Menschen in Not"




Frauenbundreise vom 5. bis 8. Mai 2014
 

Die diesjährige Frauenbundreise führte 43 Damen und Herren ins sog. Hohenzollernland. Erste Station war die barocke Klosteranlage Obermarchtal. Das ehemalige Prämonstratenser Stift ist heute eine schulische Einrichtung. Das Münster ist ausgestattet mit Wessobrunner Stuck, reich verziertem Chorgestühl und einer Orgel von J. N. Holzhey (1784). Besichtigt wurde noch die Sakristei, das Refektorium und der Kapitelsaal.

    

Nach dem Mittagessen fuhren wir zum Schloss Lichtenstein. Zu sehen waren das reichbemalte Königszimmer, Wappen- und Erkerzimmer, Waffenhalle, Trinkstube sowie die Schlosskapelle mit Glasmalereien, und dem Flügelaltar "Marias Tod".

Am nächsten Tag ging es nach Rottweil. Wir besichtigten das Heilig-Kreuz-Münster mit dem übergroßen Kruzifix (Veit Stoß), den Apostelaltar und das Gnadenbild der Gottesmutter. Interessant war auch die ev. Kirche Peter-und-Paul, bekannt als Rottweiler Predigerkirche. Im Dominikanermuseum konnten wir das römische Orpheusmosaik bestaunen. Die Häuserfronten in der Altstadt (6 bis 8 m breit, jedoch 30 m tief) unterscheiden sich durch ihre Farbe und die über drei Stockwerke gehenden Erker.
Weiter ging es nach Haigerloch. Vor der Führung in der Wallfahrtskirche St. Anna, bei der auf die Figur der "Maria Selbdritt (heilige Anna mit ihrer Tochter Maria und dem Jesusknaben) hingewiesen wurde, konnten wir den Ort auf eigene Faust erkunden (Römerturm). Sehenswert in der ev. Kirche ist die maßgetreue Kopie des bekannten Abendmahlbilds von Leonardo da Vinci, der der Künstler Beine und Füße hinzugefügt hatte. Am Mittwoch fuhren wir zunächst zum Schloss und Kloster Bebenhausen. Die Führung ging nur durch das Jagdschloss (früher Abthaus). Die Klosteranlagen (spätgotischer Kreuzgang, Kirche und die dazugehörenden Räumlichkeiten) konnten wir auf eigene Faust besichtigen. Nächste Station war die Universitätsstadt Tübingen. Steile Staffeln, enge Gassen und spitze Giebel prägen das Bild. 1477 gründete der württembergische Graf Eberhard im Bart die Universität. Der Rundgang begann am Marktplatz vor dem Rathaus. Eine astronomische Uhr mit drei Zifferblättern (Sonne, Mond und Drachen) schmückt die Front des Rathauses. Bis heute zeigt sie zuverlässig die Mondphasen an, gibt Hinweise auf den Stand der Sonne im Tierkreis und weist auf Sonnen- und Mondfinsternisse hin. Weiter ging es zum Schloss Hohentübingen, danach zum Evangelischen Stift, in dem sich Hölderlin, Schelling und Hegel eine Studierstube teilten. In der "Burse", dem größten Gebäude der Universität wohnten die Studienanfänger. Vorbei am Hölderlinturm liefen wir zum Neckar, wo "Stocherkähne" zu einer Fahrt einladen. Die Führung endete in der ev. Hauptkirche der Stadt (Stiftskirche), in der auch württembergische Herzöge begraben wurden. Danach war noch Zeit für eine Tasse Kaffee, bevor wir über Rottenburg zurück nach Herrenberg fuhren.

Am Heimreisetag besichtigten wir das Kloster und Schloss Salem, barocke Residenz der Äbte, Schloss der Markgrafen und heute Eliteschule. Imposant erhebt sich das hohe, außen schmucklose Münster. Alabaster, helle Farben und Gold bestimmen innen den Eindruck der Klosterkirche. Sehenswert sind im Konventgebäude der Kreuzgang, und in der Prälatur der Kaisersaal mit Statuen von Kaisern und Königen. Das reich geschmückte Sommerrefektorium wird heute von der ev. Gemeinde Salem als Betsaal genutzt. Letzter Besichtigungspunkt war Schloss Heiligenberg. Ursprünglich eine mittelalterliche Burg, Umbau zum Schloss im 16. Jh. Im Südflügel befindet sich der zwei Stockwerke einnehmende Rittersaal mit seiner kunstreich geschnitzten Holzdecke. Beeindruckt hat die alte Schlossküche. Im Westflügel schließt sich die Schlosskapelle an, die seit 1586 der Fürstenbergischen Familie als Grablege dient. Herrenberg musste jeder selbst erkunden. Das Stadtbild wird beherrscht von der markanten Stiftskirche, die auf halber Höhe des Schlossbergs über der Stadt aufragt, mit Fachwerkhäusern, engen Gassen, Staffeln, Brunnen und einem der schönsten Marktplätze Württembergs. Cafés und Restaurants laden hier zum Verweilen ein. Unsere Rückfahrt nach Gräfelfing verlief ohne Unterbrechungen. Es war eine interessante und harmonische Reise. Wir danken Frau Dumsky für die umsichtige Planung

G. Durchholz




Bronzerefief des heiligen Antonius

Am Donnerstag nach Pfingsten, am Vorabend des Gedenktags des hl. Antonius von Padua (13. Juni), fand das Bronzerelief des beliebten Volksheiligen über dem „Antonius-Opferstock“ beim Schriftenstand seinen Platz in der Pfarrkirche. Pfarrer Schönauer segnete nach der Abendmesse das Bild des Heiligen, das von Franz Hämmerle, dem Schöpfer unseres Kreuzwegs, gestaltet wurde. Eine Spenderin aus der Pfarrgemeinde, die nicht genannt werden will, hat das Relief gestiftet.

→ Gedanken des Künstlers zum heiligen Antonius und zu seinem Relief
    



Boarischer Hoagartn

      

mit den Menzinger Sängern, der Mühldorfer Saiten- und Wirtshausmusi
und der Mundartdichterin Cilly Kaletsch aus Obermenzing

Dank der Initiative, sprich der Idee unseres Pfarrers, gab es am 10.05.2014 nach ca. 22 Jahren Pause wieder einen von der Pfarrei St. Stefan veranstalteten Hoagartn.
Das Interesse an einer solchen Veranstaltung konnte man schon daran erkennen, dass sich schon im Voraus 85 Gäste für diesen Hoagartn angemeldet hatten. Der Eintritt war kostenfrei. Schlussendlich fanden inklusive der Helfer des Pfarrgemeinderates ca. 105 Gäste den Weg in unser Pfarrheim. Diese erlebten dann einen sehr kurzweiligen, lustigen und schönen Abend mit Texten der Mundartdichterin Cilly Kaletsch aus Obermenzing, untermalt mit Gstanzerln und Liedern der Menzinger Sänger und der Mühldorfer Saiten- und Wirtshausmusi. Die gute Stimmung wurde durch den noch festlich in weiß-blau geschmückten Saal abgerundet. Vor Beginn, während der Pause, sowie nach der Veranstaltung wurden die Gäste mit Getränken und einer kleinen warmen Brotzeit bewirtet.

Der einstimmige Tenor nach der Veranstaltung lautete: das muss unbedingt wiederholt werden. So hoffen wir, dass sich auch in 2015 wieder ein Team finden wird, um diesem Wunsch zu entsprechen. Vielen Dank auch auf diesem Weg an alle Helfer!

Ihr Pfarrgemeinderat Thomas Heidenreich




Ökumenische Exerzitien 2014

Ein Rückblick auf die Exerzitien, die jährlich abwechselnd einmal in der Friedenskirche und in St. Stefan in Gräfelfing stattfinden.

Wie in den vergangen Jahren haben sich auch diesmal wieder 18 Teilnehmer aus den vier Kirchen-Gemeinden zusammengefunden. Sie kommen von der Friedenskirche, von St. Stefan, von der Waldkirche und St. Elisabeth in Planegg.

Das Haupt-Thema lautete diesmal: Psalmen – eine Herberge für die Seele. In den 4 Wochen wurde eine Auswahl aus 4 Psalmen besprochen, die einzeln unter folgenden Themen standen:

Himmels Geschöpfe – Psalm 8
Gottes Sehnsucht – Psalm 27
Nacht Herbergen – Psalm 13
Seelen Klang – Psalm 103

Als Überleitung in die Karwoche und zum Osterfest gab es noch weitere Impulse.

Wie jedes Jahr beginnen die Exerzitien mit einer ausführlichen Einführung von Frau Schnurr. Außer bekannten Teilnehmern kommen zur Bereicherung immer wieder neue Teilnehmer dazu. An dieser Stelle möchte ich alle Gemeindemitglieder ermutigen, sich auf diesen intensiven Glaubensweg einzulassen. Es ist wirklich ein Gewinn für den eigenen Lebensweg. Neu war diesmal auch die Gesamtleitung, weil Frau Sabine Schnurr gemeinsam mit Benedikt Gammel durch die 5 Vorbereitungs-Abende führte.

Die einzelnen Abende gestalten sich so, dass nach der Einführung in das Wochenthema in kleineren Gesprächsgruppen jeder Teilnehmer seine Gedanken einbringen kann. Das bietet auch die Möglichkeit, sich gegenseitig besser kennen zu lernen. Generell gilt dabei die Vereinbarung, dass die vertraulichen Gespräche in der Gruppe bleiben. Bereichert werden die Vorbereitungsabende immer mit Liedern, die dankenswerterweise mit Gitarrenbegleitung von Herrn Niggl sehr lebendig waren.

Die Teilnehmer erhalten für jeden Wochentag ein Arbeitsblatt, das Anregungen, Gebete und Impulse für den Tag enthält. Dabei geht es nicht um „Hausaufgaben“ zu erledigen, sondern die ganz individuelle Spiritualität anzuregen.

Die Thematik der Psalmen hatte durchaus Widerstände bei einzelnen Teilnehmern hervorgerufen und war teilweise eine echte Herausforderung. Das Verständnis nahm jedoch in den Wochen zu, so dass jeder Teilnehmer Impulse für den Alltag mitnehmen konnte.

Die Psalmen sind Gebete unserer Vorfahren, und zeigen ein Spiegelbild von Freud und Leid, Not und doch wieder großem Gottvertrauen. Die Sprache der ca. 3000 Jahre alten Gebete erfordert eine große Bereitschaft, sich auf die Beweggründe des Beters einzustellen. Sie ermutigen uns aber auch heute, dass wir mit all unseren Sorgen und Freuden und was immer uns im Alltag bewegt, zu Gott kommen dürfen.

Der frühere Bischof von Innsbruck Reinhold Stecher prägte den Satz: „Viele Wege führen zu Gott, einer geht über die Berge.“ Diesen Ausspruch möchte ich ergänzen: „Ein Weg zu Gott führt über die Psalmen!“

Zum Schluss sei dem Leitungsteam Frau Schnurr und Herrn Gammel für Ihr Engagement sehr herzlich gedankt!

Alois Lorenz




Neujahrsempfang 2014

→ Bericht bei Merkur-Online