Die Schlange sagte zu Eva: „Hat Gott wirklich gesagt, ihr dürft von keinem Baum des Gartens essen?“ Die Frau entgegnete: „Nur von dem Baum in der Mitte des Gartens dürfen wir nicht essen.“
Die Schlange erwiderte: „Wenn ihr davon esst, gehen euch die Augen auf und ihr werdet wie Gott Gutes und Böses erkennen!“
Sie nahm von den Früchten und gab auch ihrem Mann und beide aßen. Da gingen ihnen die Augen auf und sie erkannten ihre Nacktheit. Daher versteckten sie sich vor Gott, der sie rief: „Habt ihr vom verbotenen Baum gegessen?“
Adam antwortete: „Eva gab mir“, darauf die Frau: „Die Schlange hat mich verführt!“ Gott sprach zur Eva: „Viel Mühsal bereite ich dir und unter Schmerzen sollst du Kinder gebären.“ Zu Adam aber: „Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, Staub bist du und zu Staub musst du zurück.“
Der Mensch ist geworden wie wir, er erkennt jetzt Gut und Böse. Gott schickte Adam aus dem Garten von Eden weg, damit er den Ackerboden bestelle. Er vertrieb die Menschen und stellte Cherubim auf, damit sie den Weg zum Baum des Lebens bewachten.

Gen. 3, 1–24