Zur Startseite


Katholische Pfarrei St. Stefan Gräfelfing
Chronik/Berichte


763
erste urkundliche Erwähnung
Gräfelfing gehört zum Kloster Scharnitz

   

Der urkundliche Beweis für das Bestehen von Gräfelfing trägt das Datum des 29. Juni 763 und ist im Urkundenbuch des Hochstifts Freising enthalten. Es handelt sich dabei um die Stiftungsurkunde für das Kloster Scharnitz Die Gründer dieser Kirche in der Einöde Scharnitz, die Brüder Reginbert und Irminfried sowie ihre Mutter Ackilinda und deren beide Vettern Otilo und Croso, spenden hierfür Besitzungen, darunter auch Besitz "an den Hofmarken Pasinga und Grefolvinga".

772
Übergang in den Besitz des bischöflichen Klosters Schlehdorf
   

Die Hofmark Gräfelfing blieb bis 772 im Besitz des Klosters Scharnitz, bis Bischof Arbeo von Freising am 18. August 772 das Eigenkloster Scharnitz in Besitz des Hochstifts nimmt und den Besitz zum bischöflichen Kloster Schlehdorf gibt.

vor 802
erster Kirchenbau

   

Bereits zur Zeit der ersten urkundlichen Erwähnung oder kurz darauf besteht in Gräfelfing eine Kirche, dies ergibt sich aus späteren Urkunden. So heißt es in einer Urkunde vom 26. November 802, in der ein Adeliger namens Ortuni, Sohn des Irphingus, seinen ganzen, vom Vater ererbten Besitz in der "Villa Grefolvinga" dem Kloster Schlehdorf vermacht; "... mit Ausnahme von sechs Tagwerk Ackerland, die ich der Kirche von Gräfelfing übereigne (in altarem ad Grefolvingun trado) ... "

seit über 1200 Jahren Pfarrei    

Aus diesem erstmaligen Hinweis auf eine Kirche in Gräfelfing darf man sicherlich schließen, dass diese bereits vor dem Jahre 802 erbaut wurde, so dass auch die Pfarrei auf eine 1200jährige Geschichte zurückblicken kann.

1206
die Pfarrei Gräfelfing kommt zum Kloster Rottenbuch

1256
erste urkundliche Erwähnung von Lochham
   

Die offizielle, erstmalige Erwähnung einer Pfarrei Gräfelfing erfolgt am 12. Februar 1206. Unter diesem Datum überlässt Bischof Otto II. von Freising die "ecclesia von Greffolfingen" dem Augustiner-Chorherrnstift zu Raitenbuch (Rottenbuch).

In einer Matrikel vom Jahre 1256 wird erstmalig auch "Lohen an der Wirm" (Lochham) erwähnt, das damals schon eine Kirche zu Ehren Johannis des Täufers besitzt.

1315
Selbständigkeit der Pfarrei Gräfelfing

→ Liste aller Pfarrer
   

Die Selbständigkeit der Pfarrei Gräfelfing ergibt sich aus einer Urkunde von 1315, wo der Pfarrkirche Gräfelfing als "ecclesias filiales" die Kirchen in Lochham, → Hadern (bis 1920), → Krailling (bis 1878), → Neuried (bis 1878) sowie die Capella von → Forstenried (bis 1878) unterstellt werden. Aus einem Kaufvertrag vom 21.Dezember 1440, getätigt durch Pfarrer Hans Finsterwalder über bestimmte Besitztümer des Kirchenguts geht hervor, dass die Pfarrei schon damals dem heiligen Märtyrer Stephanus geweiht ist.

seit 1505
Laienpriester in Gräfelfing
   

Ab 1505 wird mit dem ersten "Laypriester" Paul Reichel die Pfarrei nicht mehr durch die Augustiner Chorherren verwaltet. Einnahmen und Ausgaben der Pfarrei aus jener Zeit belegen, dass es sich um keine besonders einträgliche Pfründe handelt.

1627 bis 1635
Krieg, Pest und Plünderungen im Würmtal
   

Die grausamen Folgen des 30-jährigen Krieges werden in der Chronik des Abtes Maurus Friesenegger von Andechs geschildert. 1627 wütet die Pest, Viehseuchen folgen, im Jahr 1632 plündern Schweden das Würmtal und 1633 wird Starnberg von 3000 bayerischen Reitern heimgesucht.

1674
erstes Pfarrmatrikelbuch
   

1647 legt Pfarrer Michael Gebhard das erste Pfarrmatrikelbuch der Gemeinde Gräfelfing an, das Aufschluss über Trauungen, Taufen und Sterbefälle gibt. Man kann davon ausgehen, dass trotz des großen gebietlichen Umfangs der Pfarrei die Seelenzahl verhältnismäßig klein ist. Im Jahre 1700 sind beispielsweise nur 27 Taufen, 7 Trauungen und 11 Beerdigungen

1790
Pfarrei Gräfelfing geht an das Hochstift Freising
   

1790 gibt das Kloster Rottenbuch die Pfarrei Gräfelfing im Tausch gegen die Pfarrei Peiting bei Schongau, an das Hochstift Freising ab.

um 1835
Familienbuch der Gemeinde
   

Pfarrer Johann Nepomuk Knie (1832-1838) fertigt ein Familienbuch von Gräfelfing in dem alle Bauernhöfe und Familien einschließlich der Hausnamen verzeichnet werden.

1859
Ausbruch der Cholera
   

Pfarrer Josef Zeichinger (1841-1868) lässt umfangreiche Renovierungsarbeiten in Gräfelfing und Lochham vornehmen. 1859 fordert die Cholera 13 Todesopfer.

23. September 1934
Einweihung der neuen Pfarrkirche
Herz Jesu
   

Die Neuzeit der Pfarrei beginnt mit Pfarrer Simon Spitzelberger (1887-1918), der sich während seiner langjährigen Tätigkeit große Verdienste um die Gemeinde erwarb, die damals etwas über 1000 Einwohner hatte. Nach Pfarrer Melchior Weiß übernahm Albert Taillefer 1931 die Pfarrei, der den Bau einer neuen Pfarrkirche veranlasst. Die Grundsteinlegung erfolgte 1933, die Einweihung am 23. September 1934. Aufgrund der politischen Umstände muss der Bau der größer geplanten Kirche rasch beendet werden. Der Turm wird nicht ausgebaut.

1946
Bau von Neulochham

1955
Neulochham wird selbständige Pfarrei
St. Johannes Evangelist
   

Bis 1949 steigt in Gräfelfing die Einwohnerzahl auf 9565 an. Pfarrer Johann Schulz schafft es bei diesem rasanten Zuwachs 1946 die nun dringend notwendige Kirche von Neulochham errichten zu lassen. Diese wird 1948 zur eigenen Kuratie und 1955 zur selbständigen Pfarrei St. Johannes Evangelist erhoben. Auch das Pfarrheim in der Rottenbucher Straße ist seinem Bestreben zu verdanken.

30. Oktober 1955
Einweihung des Erweiterungsbaus in Altlochham

1970
Neubau St. Stefan
   

Am 30. Oktober 1955 weiht Kardinal Wendel den Erweiterungsbau der Kirche von Altlochham ein. 1970 wird unter Pfarrer Georg Fuchs mit dem Neubau einer Kirche begonnen. Dieser wird aufgrund erheblicher baulicher Mängel der bestehenden Kirche notwendig. Die Grundsteinlegung erfolgt am 6. Dezember 1970 durch H.H. Domkapitular Bauer, die feierliche Einweihung des Neubaus findet am 7. November 1971 durch H.H. Weihbischof Dr. Johann Neuhäusler statt.

1973
Bau des katholischen Kindergarten St. Stefan
 
   

1973 wird der katholische Kindergarten St. Stefan neu erbaut.

 

1986
 
   

Erweiterung des Pfarrheims an der Rottenbucher Straße
 

2012
Kapelle im Haus St. Gisela
   

Am Samstag, den 5. Mai 2012, kam unser Erzbischof Reinhard Kardinal Marx nach Gräfelfing in das neu gebaute Caritas-Haus St. Gisela, um in einem festlichen Gottesdienst den Altar in der Hauskapelle zu weihen und den Räumen des Hauses und dem neu errichteten Kreuz im Garten den Segen zu erteilen.
 

2017
Gründung des Pfarrverbandes Gräfelfing
   

Am 1. Januar werden die Pfarreien St. Stefan Gräfelfing und St. Johannes Evangelist Lochham zum Pfarrverband Gräfelfing zusammengeführt.




Pfarrer in Gräfelfing

← zurück

1440 Hans Finsterwalder

1450 Ulrich Greilnig (Greilich)

        Wilhelm Stimmler

1480 – 1505 Ludwig Pirmater (Kirchenerweiterung)

1505 – 1524 Paul Reichel

1524 – 1528 Arsabius Prunar (Brunner)

(Vikar Petrus Brautl)

1528 – 1550 Jakob Bemel (Beynell, Peymell, Pämel)

1550 – 1561 Adam Asam

1561 – 1603 Johannes Kopp

1603 – 1634 Bartholomaeus Sutor

1634 – 1635 Johann Obermayer

1635 – 1663 Kaspar Hilger (auch Planegg)

1663 – 1685 Michael Gebhardt

1686 – 1717 Kaspar Thomas

1717 – 1759 Anton Kratz (1728 Verlängerung des Kirchenschiffs & Barockisierung)

1759 – 1768 Johann Baptist Krienbichler

1768 – 1774 Josef Peisl (erste Pfarrbücher angelegt)

1774 – 1793 Josef Leder (Lederer) (1790 freie Collationspfarrei des Bischofs v. Freising)

1793 – 1795 Ignatz Josef von Schöpf

1795 – 1811 Sebastian Wagner

1811 – 1822 Anton von Kagerer

1822 – 1826 Johann Emmeran Krapf

1826 – 1827 Laurentius Arnold (evtl. Pfarrei nicht angetreten)

1827 – 1832 Johann Baptist Bartenhauser

1832 – 1838 Johann Nepomuk Knie (Familienbuch angelegt)

1838 – 1841 Josef Reisenberger

1841 – 1868 Josef Zeichinger (ab 1853 Buch über Begebenheiten i. d. Pfarrei angelegt)

1869 – 1887 Nicodemus Greil (Krailling und Neuried abgetrennt)

1887 – 1918 Simon Spitzelberger

1918 – 1931 Melchior Weiß (Forschung über Albertus Magnus)

1931 – 1941 Albert Taillefer

1941 – 1954 Johann Baptist Schulz

1955 – 1974 Georg Fuchs

1974 – 1995 Max Ziegler

1995 – 2015 Anton Schönauer

2015 – 2016 P. Dr. Peter Conrads SJ

seit 2016     Markus Zurl



zurück